Wachstumskapital

Wachstumsfinanzierung:  
den richtigen Partner finden!

Der strategische Partner ist oft ein größeres und finanzkräftiges Unternehmen aus derselben oder einer Nachbarbranche. Das junge Unternehmen passt gut in sein Produktportfolio hinein oder ist z.B. als effizienter Technologielieferant wichtig. Durch eine solche Partnerschaft ergibt sich aber schnell die Gefahr, dass das Jungunternehmen so eng ans Herz des großen und finanzstarken Partners gedrückt wird, dass ihm die eigene Luft ausgeht.  

Ein Finanzinvestor, oft eine Venture-Capital-Gesellschaft oder Privatinvestoren, verfolgt andere Ziele: er ist Partner auf Zeit und will, dass seine Beteiligungen wachsen, und zwar möglichst stark und schnell. Er geht bewusst ein größeres unternehmerisches Risiko ein, erwartet dafür im Erfolgsfall aber auch einen entsprechenden Anteil am Gewinn. Damit ist er vorrangig an der Prosperität seiner Beteiligungen interessiert und wird seine eigenen unternehmerischen Erfahrungen und sein beträchtliches, oft auch internationales Beziehungsnetzwerk dem Turn-around-Unternehmen zur Verfügung stellen, ohne selbst operativ z.B. in der Geschäftsführung tätig zu werden. In der Regel ist er auch nicht an Mehrheitsbeteiligungen interessiert.

Ist das Unternehmen erfolgreich "groß" geworden, kommt es nach drei bis sieben Jahren zum "Exit": der Finanzinvestor will mit Profit aussteigen. Ein solcher Schritt kann auch für den Unternehmer ausgesprochen erfolgreich und lukrativ sein. Zwar ist der Börsengang heute nur noch selten möglich. Exit muss aber nicht nur Börsengang bedeuten: auch Anteilsrückkauf durch die Unternehmer oder das Management (MBO, MBI) sowie (Teil-) Verkauf an Langfristinvestoren oder strategische Partner, sog. Trade-sales, sind erfolgreiche Ausstiegsformen von Venture Capital. 

Oft bietet sich daher der Finanzinvestor als die bessere Alternative an.  

Mitunter gelingt es auch - und macht Sinn - sowohl eine Finanzinvestor als auch einen strategischen Partner mit ins Boot zu holen und von beiden zu profitieren.

 Welcher Weg schließlich beschritten wird, entscheidet die Praxis: die Situation des Unternehmens, die Ziele des Unternehmers und die Vorstellungen der Kapitalgeber müssen zusammenpassen. Nur dann entsteht eine tragfähige und erfolgreiche Partnerschaft.  

Ein ganz wichtiger Punkt übrigens, der viel zu oft unterschätzt oder ganz vergessen wird: Sie müssen nicht nur ihre Kunden für ihre Produkte gewinnen. Genauso müssen Sie Ihre Kapitalgeber von Ihrer Idee überzeugen und um sie werben. Denn die sollen schließlich ihr Bestes geben: ihr Geld!  

Der Kapitalmarkt wandelt sich:  

Im Moment tun sich Venture-Capital-Gesellschaften nicht ganz leicht mit echten Start-ups in frühen Phasen. Sie warten lieber bis zum geglückten Markteintritt und auf erste Umsätze, vorher beteiligen sie sich nur noch selten. An ihre Stelle treten immer stärker private Investoren und Business-Angels, die die Frühphase mit Kapital, Erfahrung und Netzwerk begleiten, bis das junge Unternehmen entweder auf eigenen Füßen stehen kann oder die nächste Finanzierungsrunde mit einer VC-Gesellschaft ansteht.  

Wichtig ist auch die Förderung durch öffentliche und halböffentliche Beteiligungsgesellschaften. Auf Bundesebene sind dies vor allem die KfW-Mittelstandsbank in Bonn und Berlin, und auch die meisten Bundesländer haben eigene Beteiligungsgesellschaften und Förderbanken errichtet. Gemeinschaftsfinanzierungen mit diesen Instituten sind bei privaten Investoren und VC-Gesellschaften besonders beliebt, weil hier sowohl eine günstige Refinanzierung als auch eine teilweise Risikoabsicherung möglich sind.  

Wir haben die Erfahrungen und das Netzwerk. Wir unterstützen Sie bei Businessplan, Präsentationen, Due Diligence, Auswahl und Verhandlungen. Wir gehen diesen Weg mit Ihnen.